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- Heizkraftwerk Potsdam-Süd (Foto: Lutz Hannemann)
Strom und Wärme für Potsdam
Für die Unternehmensgeschichte der Energie und Wasser Potsdam GmbH war 1995 ein wichtiges Jahr. Mit der Inbetriebnahme des Heizkraftwerkes Potsdam-Süd (HKW Süd) am Nutheufer wurde in Potsdam ein eigenständiges kommunales Energiekonzept realisiert. Gleichzeitig wurde dafür gesorgt, dass sich die Potsdamer Luftqualität deutlich verbesserte.
Unser Heizkraftwerk kann 84 Megawatt Elektrizität und 275 Megawatt Fernwärme mit Hilfe der umweltschonenden Kraft-Wärme-Kopplung erzeugen. Das bedeutet, dass es keine ungenutzte Abwärme bei der Stromerzeugung gibt. Sie wird als Fernwärme genutzt.
Kernstück der Anlage sind zwei Kraftwerksblöcke mit hintereinander geschalteten Gas- und Dampf-Turbinen. Die Verbrennungswärme kann so effizient genutzt werden. Der Wirkungsgrad (oder die Energieausnutzung des Brennstoffes Erdgas) unseres Heizkraftwerkes liegt bei ca. 88 Prozent. Dies ist ein Spitzenwert in der modernen Kraftwerkstechnik.
Gesteuert werden alle Prozesse über eine Verbundleitwarte. Unsere ist nicht nur als reine Kraftwerkswarte konzipiert. Über sie wird neben der Energieerzeugung auch die Verteilung von Strom, Erdgas und Fernwärme sowie Wasser zentral überwacht und gesteuert. Hier befindet sich deshalb auch unsere zentrale Störungsstelle.
Erdgas sorgt für geringe Emissionen
Nach einer langen Debatte über die Frage, mit welcher Energie das HKW Süd betrieben werden soll, entschieden sich die Stadtverordneten 1993 mehrheitlich für Erdgas. Das war eine mutige Entscheidung im Kohle-Land Brandenburg. Die Jahre danach zeigten, das Stadt und EWP den richtigen Weg gegangen sind.
Ein Sieg für die Potsdamer Luft: die Kohlendioxid-Emissionen waren 1997 um 74% geringer als 1987. Mit Emissionen von 0,23 Tonnen Kohlendioxid pro Megawattstunde Strom ist das HKW Süd fast so umweltfreundlich wie Solarzellen, welche (die Emissionen bei ihrer Herstellung eingerechnet) rund 0,20 Tonnen emitieren.
Unser Potsdamer Heizkraftwerk produziert rund 90% des jährlichen Strom- und ca. 95% des Fernwärmebedarfes für unsere Landeshauptstadt.


