Stadtwerke Potsdam GmbH - Trinkwasserschutzgebiete

Trinkwasserschutzgebiete

Übersichtskarte Wasserschutzgebiet Potsdam
Übersichtskarte Wasserschutzgebiete in Potsdam

Die Trinkwassergewinnung für die Wasserwerke der Landeshauptstadt Potsdam Leipziger Straße, Wildpark, Nedlitz, Rehbrücke und Ferch erfolgt ausschließlich aus dem Grundwasser. Die vorhandenen Grundwasserressourcen sind durch eine nachhaltige Bewirtschaftung und einen umfassenden Schutz langfristig für die späteren Generationen zu sichern. Andere Ressourcen, welche für die Versorgung von Potsdam und dessen Umland für Trinkwasser genutzt werden können, stehen nicht zur Verfügung.

Aus diesem Grund ist die Tätigkeit der Wasserwirtschaftler von heute darauf ausgerichtet, dass die Wasserversorgung für Potsdam noch lange aus bestehenden Ressourcen erfolgen kann.

Trinkwasserschutzgebiete

Um einen guten Schutz des Grundwassers zu erreichen, sind für alle Grundwassereinzugsgebiete der Wasserwerke Schutzgebiete festgesetzt. In den Schutzgebieten unterliegen die Nutzungen vielfältigen Beschränkungen und Verboten.

Die Schutzgebiete sind in die Zonen I, II und III unterteilt. Die Schutzzone I umfasst direkt die Brunnen, während die Schutzzone II den fassungsnahen Bereich vor kurzfristig wirkenden Verunreinigungen schützt. Die Zone III schützt weitestgehend den Bereich des gesamten Einzugsgebietes vor langfristig eintretenden Verunreinigungen des Grundwassers.

Für das Wasserwerk Nedlitz wurde das Wasserschutzgebiet durch den zuständigen Fachminister mit Rechtsverordnung im August 2003 neu festgesetzt. Damit sind gute Voraussetzungen gegeben, dass das Grundwasser in diesem Bereich langfristig für die Wasserversorgung gesichert werden kann. Das Schutzgebiet und die damit verbundenen Nutzungsbeschränkungen wurden nach den neuesten wissenschaftlich technischen Erkenntnissen festgesetzt.

Schutzgebietsverordnung Wasserwerk Nedlitz

So besteht Rechtssicherheit für die Entwicklungsmaßnahmen, welche sich insbesondere im Potsdamer Norden – also im Einzugsgebiet des Wasserwerkes Nedlitz abspielen. Für die Wasserwerke Leipziger Straße und Rehbrücke wurden die Verfahren für die Neufestsetzung der Wasserschutzgebiete im Oktober 2003 eröffnet. Somit werden auch hier die Voraussetzungen für einen nachhaltigen Grundwasserschutz geschaffen.

Regelmäßige Kontrollen

Die Mitarbeiter der Wasserwerke führen regelmäßig Kontrollen in den Einzugsgebieten durch und arbeiten hierbei eng mit den zuständigen Behörden der Wasserwirtschaft und dem Gesundheitsamt zusammen.

Durch die EWP erfolgt ein umfangreiches Grundwasser-Monitoring zur Überwachung der Wasserressourcen Potsdams. Hierzu werden regelmäßig 103 Brunnen und 238 Pegel nach Menge und Beschaffenheit überwacht. Zur Speicherung und Auswertung der Daten werden spezielle Monitoring-Systeme eingesetzt. Der hohe Aufwand ist erforderlich, um den spezifischen geologischen und hydrologischen Bedingungen in den Einzugsgebieten gerecht zu werden.

Wichtige Aufgaben bei der Überwachung sind die Gewinnung von Uferfiltrat durch die Nähe der Wasserfassungen zur Havel und Nuthe, die Nutzungen in den Einzugsgebieten durch die Stadtnähe und die Versalzungsproblematik, welche durch die geologischen Verhältnisse im Untergrund geprägt ist.

Durch die vielfältigen Bemühungen tragen die Wasserwirtschaftler dazu bei, dass die Trinkwasserversorgung in Potsdam und dessen Umland entsprechend den hohen Güteanforderungen nachhaltig gesichert werden kann.

Kartendienst Wasserschutzgebiete im Land Brandenburg

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